Fußball-Bezirksligist TSV Giesen ist seiner Favoritenrolle beim ersten Gruppenspieltag des Kehrwieder-Cups 2026 gerecht geworden.
Mit zwei Siegen sicherte sich die Mannschaft von Trainer Laurin Paris in der Gruppe kwg das Ticket für das Halbfinale am Freitag. Paris stritt auch nicht ab, dass seine Truppe in der kommenden Saison ein heißes Eisen in der Bezirksliga sein dürfte – doch dazu später mehr.
Über 200 Zuschauerinnen und Zuschauer kamen zum ersten Turniertag von Hildesheims größtem Fußball-Vorbereitungsturnier. „Eine tolle Kulisse“, sagte Daniel Rothert, Leiter Vermarktung im Medienhaus Gerstenberg, später. Er hatte gemeinsam mit Bavenstedts Vorsitzendem Dirk Kleinherr das Turnier um 14.45 Uhr offiziell eröffnet. Beide erinnerten sich an die letzte Auflage beim SVB. „Ja, 2016, da haben es sogar unsere erste und zweite Mannschaft ins Endspiel geschafft“, sagte Kleinherr. Beide hofften auf eine tolle Turnierwoche, mit fairen und spannenden Spielen. „Und vielleicht meint es der Wettergott auch gut mit uns“, so Kleinherr. An Tag eins war das schon mal so, nur vereinzelt tröpfelte es mal vom Himmel. Den Fußballern auf dem Rasen machte das nichts aus.
Im ersten Spiel des Tages trafen die Bezirksliga- und Gemeinderivalen Giesen und Hasede aufeinander. Der TuS machte gegen den letztjährigen Vizemeister eine gute Partie, vergab aber durch den Ex-Giesener Miguel Werner und Tim Utermöhle zu viele Chancen. Der TSV zeigte sich dagegen kaltschnäuzig. Neuzugang Jonas Jürgens stibitzte einen Ball und erzielte nach 24 Minuten das 1:0. Mit dem Schlusspfiff verwandelte Johannes Eike noch einen Strafstoß zum 2:0-Endstand.
Schon im Vorfeld des Turniers hatte es Lob für Giesens Team gegeben. Hasede-Coach Milano Werner attestierte dem TSV zum Beispiel „einen brutal starken Kader“. TSV-Trainer Laurin Paris sagte am ersten Turniertag: „Wir nehmen die Favoritenrolle an.“ Alles andere wäre „mit dem Kader und nach der vergangenen Saison auch nur schwer zu erklären“, so der Coach weiter. Er musste mit Miguel Werner und Robin Grodd nur zwei Spieler ziehen lassen, hat indes aber mit Jonas Jürgens, Hamza Menadjelia, Hildar Heso und Ayman Ata’Allah vier Zugänge. „Wir haben noch mal etwas für die Breite getan, uns aber auch verjüngt“, ergänzt Paris. Er sieht im Übrigen auch den VfR Ochtersum als starken Kontrahenten um die Spitzenplätze in der Bezirksliga. Ein erstes Kräftemessen könnte es schon beim Kehrwieder-Cup im Halbfinale geben, spätestens aber in der ersten Runde des Bezirkspokals, wenn der VfR und der TSV aufeinander treffen. Das machte am ersten Turniertag die Runde – anders als die Staffeleinteilung. Auf die warten die Vereine vergeblich.
Dass der TSV Giesen eine Favoritenrolle inne hat, das unterstrich er gleich doppelt in der letzten Partie des Tages. Elf neue Spieler konnte Paris einwechseln und die waren in Spiellaune. Hamza Menadjelia brachte den TSV mit 1:0 in Führung, ehe Lennart Fiech und Marco Czauderna binnen fünf Minuten die Tore zwei und drei erzielten. Connor O’Donnell per Kopf und ein direkter Freistoß von Lennart Fiech bedeuteten den 5:0-Endstand. Mit sechs Punkten und 7:0-Toren zogen die Giesener ins Halbfinale ein. Ihren Gegner erfahren die Grün-Weißen am Montagabend, wenn in der Gruppe gbg der SV Newroz Hildesheim, der VfR Germania Ochtersum und der SV Türk Gücü Hildesheim aufeinandertreffen. Los geht es um 18 Uhr.
(Text und Foto: Hildesheimer Allgemeine Zeitung)

