2. Herren macht es unnötig spannend

TSV Giesen II – TuS Nettlingen 6:4 (3:0).

Der TSV Giesen II hat ein äußerst turbulentes Spiel gegen den TuS Nettlingen mit 6:4 (3:0) gewonnen. Trotz einer zwischenzeitlichen 4:0-Führung musste die Mannschaft von Trainer Patrick Homann bis zum Schlusspfiff um die drei Punkte zittern. „Sehr wildes Spiel“, fasste Homann die Partie anschließend treffend zusammen.
Dabei sah zunächst alles nach einem ungefährdeten Giesener Erfolg aus. Bereits in der vierten Minute brachte Jan-Luca Thomssen die Gastgeber nach einem Querpass von Dennis Praetze mit 1:0 in Führung. Nur wenige Minuten später erhöhte Marcel Puck auf 2:0. Nach einem langen Ball aus der eigenen Abwehr setzte sich Donat Pflüger durch, legte quer und Puck musste nur noch einschieben (11.). In der 21. Minute war Puck erneut zur Stelle und verwandelte eine Ecke direkt zum 3:0. Giesen hatte die Partie in der ersten Halbzeit klar im Griff und ließ noch mehrere gute Möglichkeiten liegen. Unter anderem vergab Donat Pflüger einen Elfmeter. Ganz ungefährlich war Nettlingen allerdings nicht. Vor allem der schnelle Arne Schwingenheuer sorgte immer wieder für Gefahr.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb zunächst der TSV am Drücker. Mehrere Chancen wurden vergeben, ehe schließlich das 4:0 fiel. Nach einer Ecke köpfte Maximilian Zehm zunächst an die Latte, den Abpraller verwertete Praetze. Danach allerdings verlor Giesen komplett den Faden. „Danach stellen wir das Spiel komplett ein“, ärgerte sich Homann. Nettlingen kam durch einen Elfmeter von Louis Bültemann (66.) zum 4:1 und legte wenig später nach. Nach einem Giesener Fehler traf erneut Bültemann zum 4:2. Zehm stellte mit einem Distanzschuss zwar den alten Drei-Tore-Vorsprung wieder her, doch Nettlingen gab sich nicht geschlagen. Bültemann verkürzte in der 81. Minute auf 5:3, ehe Schwingenheuer in der 90. Minute sogar den Anschlusstreffer zum 5:4 erzielte. Mit dem Schlusspfiff sorgte schließlich ausgerechnet ein weiterer Fehler der Gäste für die Entscheidung. Marcel Puck nutzte die Möglichkeit und traf zum 6:4. Damit schnürte der Giesener Angreifer einen Dreierpack.
„Das Spiel hat eher Eishockey-Charakter gehabt. Es hätte auch 12:6 ausgehen können. Sehr wild, sehr zerfahren“, bilanzierte Homann. Gleichzeitig sah der Trainer noch Verbesserungsbedarf: „Wir müssen uns auf jeden Fall steigern, wenn wir da oben mitspielen wollen.“ Ein Lob hatte er dennoch für die Gäste übrig: „Respekt an Nettlingen, die sich nach der schlechten ersten Halbzeit trotzdem nicht aufgegeben haben.“

(Text: Sportnews Hildesheim)